Steuernagel Ayurveda Blog

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AYURVEDA PSYCHOLOGIE: SATTVA, RAJAS & TAMAS

Ayurveda ist mehr als die Körper- und Konstitutionslehre von Vata, Pitta und Kapha. In der ayurvedischen Psychologie werden drei geistige Eigenschaften (Triguna) unterschieden, die unsere Persönlichkeit prägen: Sattva, Rajas und Tamas. Diejenige Geistesqualität, die im Individuum über die meiste Zeit vorherrscht, definiert den entsprechenden Geisteszustand und damit das psychische Befinden.

Ayurveda Psychologie

Woran erkenne ich Sattva-Rajas-Tamas, was unterscheidet sie von Vata-Pitta-Kapha und durch welche Gewohnheiten lassen sich diese verstärken?

Ayurveda – das Wissen vom Leben

Im klassischen Ayurveda wird das Leben als Zusammenschluss von Körper, Sinnen, Geist und Seele verstanden. „Das Wissen von diesem Lebensbegriff wird von den Wissenden als das verdienstreichste angesehen, denn es legt das Wohl der Menschen für die beiden Welten (Diesseits und Jenseits) dar.“ (Caraka Samhita, Su.1.42-43)

Der Körper besteht aus fünf Elementen, deren Eigenschaften in drei Gruppen namens Vata, Pitta und Kapha zur Beschreibung körperlicher Funktionen zusammengefasst werden. Jedem Element wird ein Sinnesorgan zugeordnet.

Der Geist ist immateriell und wird durch drei Eigenschaften geprägt: Sattva, Rajas und Tamas. Seine wichtigsten Fähigkeiten sind die Vermögen der Unterscheidung, Entscheidung, Entschlossenheit und Erinnerung. Seine Aktivitäten liegen im Wahrnehmen, Verarbeiten, Analysieren, Schlussfolgern und der Selbstbeherrschung. Er kontrolliert alle Sinnes- und Handlungsorgane. Wir hören, fühlen, sehen, schmecken und riechen durch unseren Geist. Die westliche „Psyche“ ist ein Teil unseres Geistes.

Körper, Sinne und Geist sind vergänglich, sich stets verändernd und dem Wechsel von Gesundheit und Krankheit unterliegend. Sie können anhand ihrer Eigenschaften beschrieben und beeinflusst werden.

Die Seele wird als absolute Intelligenz, Wissen, Bewusstsein und Realität jenseits von Raum und Zeit verstanden. Sie stellt die Dimension der Einheit jenseits von Gesundheit und Krankheit dar, ist unvergänglich, frei von Eigenschaften, unveränderlich und damit unbeeinflussbar.

Sattva, Rajas & Tamas – Grundlage ayurvedischer Psychologie

Die Triguna (SRT) werden zur Beschreibung geistiger Konstitutionen und Zustände verwendet. Konstitutionell kommen wir mit einer ersten Prägung auf die Welt, die fortan in großen Teilen beeinflusst und verändert werden kann.

Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen den drei Körperprinzipien Vata, Pitta und Kapha (VPK) und den geistigen Triguna: Körperliche Gesundheit ist das Ergebnis der dynamischen Balance von VPK, geistige Gesundheit entsteht durch die Maximierung von Sattva. SRT werden somit nicht gleichgewichtig betrachtet.

Der von Sattva geprägte Geist ist dominiert von Harmonie, Frieden, Ruhe, hoher Intelligenz und tiefer Erkenntnis. Unter dem sattvischen Einfluss arbeiten alle geistigen Funktionen im bestmöglichen Zustand und es entsteht der intensive Wunsch nach Antworten auf existenzielle Fragen des Lebens und Sinnerfüllung.

Der von Rajas geprägte Geist steht im Spannungsfeld von Anhaftung an Erwünschtes und Abneigung gegenüber Unerwünschtem. Er ist voller Leidenschaft und identifiziert sich mit sich selbst. Rajas ist unser Motor zum Erreichen von Zielen und die Quelle der Motivation. Das alltägliche aktive Handeln steht unter dem primären Einfluss von Rajas.

Der von Tamas geprägte Geist ist durch inneren Widerstand, Trägheit und Unwissenheit gekennzeichnet. Tamas hemmt unsere Intelligenz und minimiert das menschliche Potenzial an Wachstum und Erkenntnis zugunsten primitiver tierischer Qualitäten des Überlebens und Reproduzierens.

Maximiere Sattva, kontrolliere Rajas und minimiere Tamas

Sattva fördert alle geistigen Fähigkeiten und erzeugt psychische Gesundheit. „Der von Sattva Bestimmte erträgt alles, denn er stützt sein Selbst durch sich selbst.“ (Sushruta Samhita 1.35.37)

Folgende 10 Gewohnheiten stärken Sattva:

  • Tägliche Meditationspraxis
  • Konsequente Achtsamkeit in allen Handlungen
  • Tägliche Reflektion des Erlebten und dessen Austausch mit Gleichgesinnten
  • Die Gemeinschaft mit anderen, von Sattva geprägten Menschen
  • Lebenslanges Lernen und tägliches Mentaltraining
  • Kontrolle der Anhaftung an Sinnesgenüsse (Sex, Genussmittel, Drogen)
  • Gewaltfreie Kommunikation und aktives Handeln für Frieden und Harmonie
  • Großzügigkeit – mehr Geben als Nehmen
  • Wahrhaftigkeit im Denken, Reden und Handeln
  • Tägliche Reinigung und Pflege unseres Körpers von innen und außen

Rajas arbeitet selektiv zugunsten egoistischer Motive. Wird es von Sattva kontrolliert, kann seine Energie in eine gesunde, wohlbringende Richtung gelenkt werden. Ohne Sattva führt die zunehmende Spannung zur psychischen Belastung und der Entwicklung von Aggression, Zorn, Neid, Gier und Angst.

Folgende Gewohnheiten verstärken Rajas:

  • Ausschließliche materielle Erfolgsorientierung
  • Pausenloses Arbeiten ohne Regeneration und Reflektion
  • Wettkampf im Beruf, im Sport und im Privatleben
  • Stetiger Vergleich der eigenen sozialen Stellung und des materiellen Besitzes mit Anderen
  • Übermäßiger Konsum an Fleisch, Alkohol, scharfen Gewürzen, Koffein und Genussmitteln

Tamas ergibt sich der Trägheit und führt zum Verlust aller geistigen Fähigkeiten mit der Folge psychopathologischer Zustände. Um Tamas zu überwinden braucht es gerichtete Aktivität, der Weg zu Sattva geht nur über Rajas.

Folgende Gewohnheiten verstärken Tamas:

  • Übermäßiger Schlaf, auch tagsüber
  • Mangelnde Schulbildung, Ausbildung und Arbeitsverweigerung
  • Desinteresse an Mitmenschen und dem Weltgeschehen
  • Umherziehen, Rumhängen, Streitsucht, Gewaltanwendung, kriminelle Delikte
  • Lustorientierte Lebensführung mit exzessivem Sex, Drogen- und Genussmittelkonsum

Vata, Pitta und Kapha prägen unsere Körperkonstitution. Tiefgreifende körperliche Veränderungen sind langwierig und nur innerhalb des konstitutionellen Rahmens natürlich möglich.

Sattva, Rajas und Tamas sind dynamischer und leichter veränderlich. Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat sind Einzahlungen auf unser geistiges „Konto“ – eröffnen Sie daher noch heute Ihr neues Sattva-Konto und zahlen Sie darauf täglich eine bestimmte Summe ein. Eine derartige Verzinsung sprengt Ihr Vorstellungsvermögen!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

Ralph Steuernagel

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